Manfred Beck Arnstein - Lanzarote

Lanzarote

Bei einer Ausstellung in Baden Baden, 1981 , begegnete Beck-Arnstein Salvador Dalí, den er anschließend in seiner spanischen Heimat besuchte. Etwa zur gleichen Zeit bekam er über den deutschen Zweig der Familie César Manriques Kontakt zu dem 1920 auf Lanzarote geborenen Künstler und Architekten, dessen Einfluß Lanzarote bis heute beherrscht.

Die Begegnung mit dem exzentrischen Surrealisten und dem künstlerisch wie kommerziell ebenso erfolgreichen wie umstrittenen Visionär bereiteten einen fruchtbaren Boden für den deutschen Künstler. Der Surrealismus faszinierte mich schon immer. Das, was ich zuvor in fiktiven Landschaften erdachte, wurde auf Lanzarote plötzlich zur Realität. Ich war gefesselt von den bizarren Felsformationen der Montañas del Fuego - immer wieder durchsetzt von Grün und Rot, bevölkert von Kakteen in den mannigfaltigsten Formen. mal fließende, mal schroffe Übergänge von Land und Meer, von lebendig und verdorrt - hier breitete es sich vor meinen Augen aus. Das Wuchern, Wachsen und Quellen in den Bildern Manriques - ich vertand plötzlich, wo all das seine Ursprünge hatte", berichtet Beck-Arnstein.

Es scheint leicht, der schönen Muse auf dieser vielleicht malerischsten der Kanareninseln zu frönen, die jüngst sogar den bösen Buben des französischen Literaturbetriebes, Michel Houellebecq, zu einem gefälligen Fotobändchen inspirierte. Anders Beck-Arnstein: Er beschloß, sich den Elementen auszusetzen. In La Caletta, an der nördlich gelegenen Playa de Famara ist der Strand schwarz von rundgewaschenen Kieseln, pfeift der Wind scharf über die naheliegende Bergkette, unerbittlich Sand in jeden Winkel wehend. Geradezu unwirtlich mutet an manchen Tagen die Hitze an. " Die Elemente prallen hier aufeinander. Für meinen Wunsch nach kreativem Rückzug schien dieser Ort ideal zu sein" so blickt Beck-Arnstein zurück.